Erfrischend!

Erfrischend!

Kokosnuss

Sehr nett.
Wir kommen heute Nachmittag nach Hause, beim Motorradabstellen reden wir noch etwas mit unserem Vermieter. Als Franz im Eingang einen „Strauch Kokusnüsse“ liegen sieht, sagt er freudig zum Vermieter, „oh, coconuts!“ Der Vermieter war nämlich heute vormittag auf dem Land. „You want some?“ Und ohne antworten zu können ist er auch schon in der Küche verschwunden und kommt mit einem Hackbeil wieder. Mit Kraft haut er den oberen Teil der Kokosnuss in einigen Hieben weg, eben bis man die Kokoswasser gefüllte Höhle einstechen kann. Noch ein Strohhalm und schon halte ich diesen frischen Kokosnussdrink in meiner Hand… 🙂
Sehr oft kommt uns unser Vermieter wie „unser guter Onkel“ vor!! DANKE

 

Grausam abgerechnet

Grausam abgerechnet

Sonntags gehen wir oft in die International Christian Assembly (Internationale christliche Gemeinde) am Stadtrand von Phnom Penh. Sie haben einen Shuttleservice von der Stadt dort hinaus, den wir nutzen. Gerne verbinden wir das mit einem Frühstück im Café Brown gleich neben dem Treffpunkt, wenn wir es zeitlich vor Abfahrt schaffen.
Das war heute der Fall, hatten wir uns doch um 9h mit einem deutschen Bekannten zum Kennenlernen dort verabredet. Als wir dann eine Dreiviertelstunde später im Shuttlebus saßen und etliche Minuten auf Abfahrt warteten, wunderten wir uns über den Menschenauflauf an der Tankstelle, die gleich daneben ist. Plötzlich hieß es, dass dort ein bewaffneter Raubüberfall stattgefundet hatte, ein Mann sei wohl umgekommen. Ein sehr unangenehmes Gefühl stieg in uns hoch. Bislang hatten wir immer nur von Gewalttaten gehört, jetzt war es hautnah, nur vielleicht 50m entfernt passiert…
Erst einige Stunden später, als wir von unserem Kirchenbesuch zurück an den Treffpunkt gebracht wurden, erfuhren wir, was wirklich passiert war. Nun verstanden wir auch, warum immer noch so viele Menschen am Tatort standen und auch Plakate hochgehalten wurden: Ein regimekritischer Prominenter wurde ermordet. Hier der Nachrichtentext dazu (Deutsche Welle)
Es war geplant gewesen, denn die Stromzufuhr der Überwachungskameras wurde zum Tatzeitpunkt unterbunden, erzählt uns ein kambodschanischer Cafégast, der uns über das Geschehene aufklärt. Man hätte auch schon einen Täter festgenommen und zeigt uns auf seinem iPad ein Foto aus dem Internet. Aber, so meint er halblaut weiter, ob er das wirklich war…  als eine andere Ausländerin am Nebentisch anfängt Fragen zu stellen, will er nicht mehr Informationen weitergeben, es ist nicht gut so viel zu reden, eine gewisse Furcht scheint in ihm zu sein. Wir sollen selbst im Internet nachschauen und verweist auch auf „Global Witness“ in Facebook.
Link zum Beitrag von globalwitness.org letzte Woche, der im Deutsche Welle-Bericht erwähnt wird (in Englisch)

ein ganz normaler Tag in Kambodscha?!

ein ganz normaler Tag in Kambodscha?!

Uii, wir sind etwas spät dran. Schnell runter die Treppe, rein ins Wohnzimmer unseres Vermieters, um unser Moped rauszuschieben… ja, die Fahrzeuge parken über Nacht dort!
Eigentlich nehmen wir zur Schule immer die Fahrräder, doch Mirjams wurde letzte Woche auf dem Parkplatz der Schule geklaut… so sind wir zur Zeit mit dem Moped unterwegs.
Also, raus aus dem mit Vorhängeschloß versperrten mehrere Meter hohen Grundstückstor auf die Straße und jetzt nur noch die Kiste anwerfen. Mmmh, aber sie will nicht, weder Franz noch Mirjam haben Glück sie per Kickstarter aufzuwecken. Völlig verschwitzt bleibt uns nur ein Motodup (= Motorradtaxi). Und so sitzen wir kurze Zeit später zu dritt auf dem Moped, wir hinter dem Motodup-Fahrer, und lassen uns mit Verspätung zur Schule bringen.

Schule ist aus, wir gehen nach Haus, ra-bimmel-ra-bammel-ra-bumm…
Nun, ganz ist es nicht so, montags treffen wir uns nach der Schule mit einer Schulkollegin zum Gebet. Dann, nach einem schnellen Mittagessen in einem Café-Restaurant in der Nähe unserer Schule, lassen wir uns zwar per Motodub wieder nach Hause bringen, aber wir wollen heute einiges erledigen. Dazu brauchen wir allerdings am besten unser Moto. Und siehe da, die Vormittagspause hat ihm anscheinend gut getan, nach einigen Versuchen springt es tatsächlich an. Super 🙂
Los gehts von dem Süden der Stadt in den Norden, um dort Folgendes zu erledigen:

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wow, unsere allerersten selbstgeschriebenen Khmer-Sätze

wow, unsere allerersten selbstgeschriebenen Khmer-Sätze

So, hiermit dürfen wir unsere ersten Sätze präsentieren:

Khmer-Sätze

Alles Sätze gebildet mit einigen der folgenden Wörtern: ich – er/sie – zu – kommen – Schule – lernen – Sprache – kambodschanisch/Kambodscha – gehen – Land.
Um einen Satz zu formen reiht man die Wörter dann aneinander ohne dabei die Wörter grammatikalisch verändern zu müssen. Das ist das Tolle und Leichte an dieser Sprache!

La cuca-ra-cha, la cuca-ra-cha, …

La cuca-ra-cha, la cuca-ra-cha, …

Die Tatsache, dass mir hier unliebsame Tiere, wie Spinnen, Schlangen, Kakerlaken, begegnen werden, war eine der wenigen Dinge in Kambodscha, auf die ich mit Bedenken vorausgeschaut hatte… und so war ich bis jetzt wirklich sowas von glücklich, dass wir bis auf unseren „Haus“gekko keine Tiere in näherer Umgebung haben oder auch sonst groß begegnet wären.

Ich weiß nicht, was ihr damit verbindet, wenn ihr „Kakerlake“ hört… ich jedenfalls finde den Wortlaut allein schon nicht begeisternd (im spanischen ist das dagegen ja eher nett …. 😉 ) …

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Unsere ersten Buchstaben in Khmer

Unsere ersten Buchstaben in Khmer

_KhmerSchriftAb heute lernen wir die Khmer-Schrift.
Wie ein Erstklässler fahren wir die bereits angedeuteten Linien nach, um einen kunstvollen Buchstaben zu formen, und dann in der nächsten Zeile dank Kästchenpapier einigermaßen sauber zu kopieren. Bei Franz kommen dann sogar Kindheitsgefühle hoch, als man nach gutem Schriftbild mit dem Bleistift endlich mit einem Kugelschreiber schreiben durfte – „jetzt bin ich erwachsen“.

Die Khmer-Schrift stellt mich vor einer meiner größten Herausforderungen in meinem Leben… dazu kommt, dass es laut unserer Lehrerin das größte Alphabet der Welt ist, mit 33 Konsonanten, 24 Vokalen und 14 Initialvokalen (siehe Wikipedia).

Erste Post!

Erste Post!

Heute haben wir zum ersten Mal Post bekommen! Da ist wirklich toll und ein freudiges Gefühl.

Nun muss man aber wissen, dass die hier nicht ans Haus geliefert wird. Aber, es gibt ein Postamt. Will man also Post empfangen, hat man dort ein abschließbares Postfach, das man dann in Eigenregie leert. Witzig ist das dann, wenn man sein Postfach öffnet und die Briefe und größeren Umschläge herausholen will, sie aber nicht rausbekommt, weil die Öffnung der anderen Seite größer ist als die Kundenöffnung…

Postamt, Phnom Penh

Postfächer postfach

Phnom Chisor

Phnom Chisor

Heute keine Schule! Da die nächste Woche frei ist wegen KhmerNeujahr, machten wir einen gemeinsamen Ausflug per Reisebus mit allen Schülern und Lehrern. Sie versprachen uns auch, ein paar traditionelle KhmerNeujahr-Spiele zu zeigen.
So ging es mit dem Reisebus etwa eine Stunde raus aus Phnom Penh zum Tempelberg Phnom Chisor (= Berg Chisor). April ist die heißeste Zeit des Jahres. Uff, war das heiß beim Aussteigen. Und dann ging es erstmal bestimmt über 400 !! Stufen den Berg hinauf, schon verrückt bei der Hitze._2016-04-07_23-08-18_Ausflug G2K

Die Belohnung war jedoch die Aussicht, auch die Tempel und das Kloster

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Trauer im Nachbarhaus

Trauer im Nachbarhaus

2016-04-05_02-52-09_TrauerfeierNachbarhausPlötzlich lautes Klappern auf der Straße, ein Zelt wird aufgebaut. Mehr als die Hälfte der Straße ist davon eingenommen. Wir haben schon oft solche Zelte in den Straßen gesehen, sie tauchen plötzlich auf und sind ein paar Tage später wieder weg. Manchmal kann man dann gar nicht mehr die Straße befahren und muss einen Umweg machen.
Ein Zelt bedeutet entweder Hochzeit oder Tod.

In unserem Fall ist der alte Mann im Nachbarhaus gestorben. Nun beginnt die Totenzeremonie für 3 Tage mit Bewirtung der vielen Gäste. Durch den Lautsprecher dringen Instrumentalmelodien, gesprochenes oder gesungenes Wort.

Es geht schon bei Sonnenaufgang los.

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