Die AM-Kambodscha tagt

Die AM-Kambodscha tagt

Arbeitstreffen mit unseren Leitern
Brainstorming

Unser kleines Team der Allianz-Mission hier in Kambodscha besteht aus Familie Stahl, uns und den jährlich wechselnden Freiwilligen (momentan Ana, Annelies, Christina). Ca. einmal im Jahr besucht uns unser Regionalleiter Jochen für einige Tage, um wichtige Dinge des Teams/des Dienstes zu besprechen oder zu bearbeiten.

Dieses Jahr war neben Jochen auch unser neuer AM-Missionsleiter Thomas (seit 1.1.2017) zugegen und konnte so einen guten Eindruck von der AM-Arbeit bekommen während wir auf Aktuelles blickten und Überlegungen für die Zukunft machten. Da wir als Team noch jung sind, haben wir u.a. diesmal unsere Begabungen, Berufungen und Wünsche ausgetauscht. Nach unserem ersten Term und Heimataufenthalt wollen wir als Team gemeinsam an einen Ort gehen. Interessant war eine sogenannte SOFT-Analyse (etwas anders als die SWOT-Analyse) unter Leitung von Thomas.

Arbeitstreffen mit unseren Leitern
Mittagessen mit den Pastoren bei Familie Stahl in Srae Ambel, AM-Dienstort
Nervenkitzel pur

Nervenkitzel pur

Bambusbahn, Battambang
gleich geht es los

Vielleicht kennt ihr das, man hat über die vielen Jahre schon viel erlebt und gesehen, so schnell reißt einen nichts mehr vom Hocker. In so einem Fall können wir nur die Bambusbahn in Battambang empfehlen!
Am besten in der Mittagszeit hingehen, so bei uns der Fall. Fast keine anderen Touristen, so war das Gleis vor uns total frei (es hat nur ein Gleis, auf dem sowohl hin als auch zurück gefahren wird).
Kaum hingesetzt, ging es auch schon los. Und aber mit was für einem irren Tempo (siehe Video weiter unten)!! Von „Null auf Hundert“ – wahrscheinlich hat sich der Fahrer über die selten freie Bahn gefreut. Wahnsinn! Wir saßen praktisch frei, nur nach unten etwas gepolstert mit einem Kissen auf den Holzbrettern. Die Gleise betrachtend, unterdrückte ich meine Gedanken „ooah – wenn wir aus der Bahn geraten, dann war es das, dann ist Schluss…“

Unverhofft kommt oft – Silvester in Battambang

Unverhofft kommt oft – Silvester in Battambang

Silvester in Kambodscha hat kulturell keine Bedeutung.
Denn die Khmer feiern erst Mitte April ganz intensiv für 3 Tage lang Khmer Neujahr, kurz davor hat auch das Chinesische Neujahr seinen Platz für diejenigen mit chinesischen Vorfahren (wechselnder Termin zwischen Ende Jan und Ende Februar).

So staunten wir nicht schlecht, als wir am 31.12. beim Erkunden von Battambang Vorbereitungen für ein Feuerwerk entdeckten! Wir hätten nie damit gerechnet hier doch etwas Silvesterfeeling zu haben…

Silvesterraketen

Um 20h saßen wir gerade zufällig genau richtig – nämlich etwas erhöht. Da ging das Feuerwerk tatsächlich schon los und das westliche Neujahr wurde bestimmt 10 Minuten „beknallt“!
Sehr interessant dabei war, dass die Raketen scheinbar eine völlige Nebensache waren. Außer uns Balkongästen schaute sich das keiner an, ganz normales Gewusel am Nachtmarkt… seht selbst:

Unser Sprachschullehrer Meng heiratet…

Unser Sprachschullehrer Meng heiratet…

…und auch wir Sprachschüler sind bei dem großen Ereignis eingeladen gewesen 🙂

Vormittags fanden die traditionellen Zeremonien im engeren Kreis statt. Da Meng Christ ist, wurden entsprechend manche Traditionen anders oder gar nicht gefeiert. Hier z.B. der bedeutsame traditionelle Haarschneideritus. In meinen Augen besonders und nachahmenswert die in die Traditionen hinzugefügte Fußwaschung  – so wie Jesus die Füße der Jünger wusch, wäscht das Brautpaar die der Eltern!

Wir sind für die Abendfeier gekommen. Und natürlich haben wir nach dem Essen auch das Tanzbein geschwungen 🙂

Meng hat die gesamte Hochzeit gefilmt. Wer also detaillierteres ausdauerndes Interesse an Khmer-Traditionen hat, kann sich hier durch die verschiedenen Videoteile klicken: Mengs Hochzeitsvideos

Das Hochzeitsmenü: 8 verschiedene Gerichte – nach und nach auf dem runden Tisch platziert. Es wird serviert, sobald der Tisch mit 10 Personen vollbesetzt ist.

 

 

Deutscher Weihnachtsmarkt in Phnom Penh ?!

Deutscher Weihnachtsmarkt in Phnom Penh ?!

Tatsächlich – das allererste Mal fand heuer ein deutscher Weihnachtsmarkt hier in Phnom Penh statt. Da mussten wir ja vorbeischauen – oder?!
Die immerhin 7 Buden stellten sich als reine Essen-Getränke-Stände heraus. Man hat halt immer seine deutschen Vorstellungen… aber doch war es nett. Für mich stellte sich ein echtes Wintergefühl ein, denn es war knackig kalt – es war nämlich in dem neuesten Shoppingcenter in Phnom Penh in der Eislaufhalle! Und das Highlight schlechthin – Schnee!!! Wer war denn mit Flip Flops schonmal im Schnee? Wir schon 🙂
Bei winterlichem Klima mit echt leckerem Glühwein, einer Leberkäs-Semmel in der Hand und Schnee unter den Füßen konnte man fast vergessen, dass wir in Kambodscha sind!

Keine Weihnachtsstimmung in Phnom Penh

Keine Weihnachtsstimmung in Phnom Penh

Dadurch, dass wir in einem heißen und buddhistischen Land wohnen, ist die Ausrichtung auf Weihnachten schwierig – eine Weihnachtsstimmung stellt sich nicht ein, weil alle gewohnten Faktoren wegfallen, und die hilfreiche öffentliche Adventszeit existiert nicht – auch wenn hier in vereinzelten Geschäften die kapitalistische imaginäre Weihnachtswelt mittels Deko o.ä. Fuß gefasst hat, da wo vermehrt Ausländer anzutreffen sind. Ja, selbst Winterklamotten werden verkauft. Vielleicht für Kunden, die nach Japan reisen?

Was also machen?
Es bleiben dann wohl die eigenen Rituale, um sich bewusst zu werden, dass Jesus einmal tatsächlich vor über 2000 Jahren auf die Erde als Mensch gekommen ist… oder?
„Vielleicht ist dies unsere Chance, die Adventszeit neu zu überdenken und eine eigene Besinnungszeit zu entwickeln“ – dachten wir. Traditionen bergen ja oft auch die Gefahr, dass sie die ursprüngliche Bedeutung verlieren.
Unter dem Gedanken, wie wir unser Herz auf ein (Wieder)Kommen Jesu vorbereiten können, entstand schließlich unsere kleine ca. 15 minütige Adventsfreudenzeit, die wir nun fast täglich begehen. Darin enthalten sind Elemente wie Einstimmung mit Musik – Größer werdende Lichtquelle – Erwartungsvolles Betrachten der Krippe – Gebet – Auf den Messias und seine Geburt hinweisende Bibeltexte – Gegenseitiges Zusprechen der Zusagen im Bibeltext – Besinnende Stille in wartender Haltung – Ausdruck der Freude.

Ein Adventskalender darf natürlich auch nicht fehlen – das war eine große Überraschung als wir just am 1. Dezember bei der Post ein Päckchen mit besagtem Inhalt in der Hand halten durften!! 🙂