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Kategorie: Der Khmer und sein Land

Ein “junges” Volk! 50% der Kambodschaner sind unter 24 Jahre alt

Ein “junges” Volk! 50% der Kambodschaner sind unter 24 Jahre alt

 

… dagegen gibt es nur gut 4% über 65 Jahre!

Deutschland ist im Vergleich “ausgeglichener”: Gut 23% der deutschen Gesamtbevölkerung sind unter 24 Jahre alt. Und genauso viel, fast 22% der deutschen Gesamtbevölkerung, sind über 65 Jahre alt und damit stehen wir an dritter Stelle im Weltvergleich!

(laut CIA World Factbook 2017)

Nervenkitzel pur

Nervenkitzel pur

Bambusbahn, Battambang
gleich geht es los

Vielleicht kennt ihr das, man hat über die vielen Jahre schon viel erlebt und gesehen, so schnell reißt einen nichts mehr vom Hocker. In so einem Fall können wir nur die Bambusbahn in Battambang empfehlen!
Am besten in der Mittagszeit hingehen, so bei uns der Fall. Fast keine anderen Touristen, so war das Gleis vor uns total frei (es hat nur ein Gleis, auf dem sowohl hin als auch zurück gefahren wird).
Kaum hingesetzt, ging es auch schon los. Und aber mit was für einem irren Tempo (siehe Video weiter unten)!! Von “Null auf Hundert” – wahrscheinlich hat sich der Fahrer über die selten freie Bahn gefreut. Wahnsinn! Wir saßen praktisch frei, nur nach unten etwas gepolstert mit einem Kissen auf den Holzbrettern. Die Gleise betrachtend, unterdrückte ich meine Gedanken “ooah – wenn wir aus der Bahn geraten, dann war es das, dann ist Schluss…”

Unverhofft kommt oft – Silvester in Battambang

Unverhofft kommt oft – Silvester in Battambang

Silvester in Kambodscha hat kulturell keine Bedeutung.
Denn die Khmer feiern erst Mitte April ganz intensiv für 3 Tage lang Khmer Neujahr, kurz davor hat auch das Chinesische Neujahr seinen Platz für diejenigen mit chinesischen Vorfahren (wechselnder Termin zwischen Ende Jan und Ende Februar).

So staunten wir nicht schlecht, als wir am 31.12. beim Erkunden von Battambang Vorbereitungen für ein Feuerwerk entdeckten! Wir hätten nie damit gerechnet hier doch etwas Silvesterfeeling zu haben…

Silvesterraketen

Um 20h saßen wir gerade zufällig genau richtig – nämlich etwas erhöht. Da ging das Feuerwerk tatsächlich schon los und das westliche Neujahr wurde bestimmt 10 Minuten “beknallt”!
Sehr interessant dabei war, dass die Raketen scheinbar eine völlige Nebensache waren. Außer uns Balkongästen schaute sich das keiner an, ganz normales Gewusel am Nachtmarkt… seht selbst:

Unser Sprachschullehrer Meng heiratet…

Unser Sprachschullehrer Meng heiratet…

…und auch wir Sprachschüler sind bei dem großen Ereignis eingeladen gewesen 🙂

Vormittags fanden die traditionellen Zeremonien im engeren Kreis statt. Da Meng Christ ist, wurden entsprechend manche Traditionen anders oder gar nicht gefeiert. Hier z.B. der bedeutsame traditionelle Haarschneideritus. In meinen Augen besonders und nachahmenswert die in die Traditionen hinzugefügte Fußwaschung  – so wie Jesus die Füße der Jünger wusch, wäscht das Brautpaar die der Eltern!

Wir sind für die Abendfeier gekommen. Und natürlich haben wir nach dem Essen auch das Tanzbein geschwungen 🙂

Meng hat die gesamte Hochzeit gefilmt. Wer also detaillierteres ausdauerndes Interesse an Khmer-Traditionen hat, kann sich hier durch die verschiedenen Videoteile klicken: Mengs Hochzeitsvideos

Das Hochzeitsmenü: 8 verschiedene Gerichte – nach und nach auf dem runden Tisch platziert. Es wird serviert, sobald der Tisch mit 10 Personen vollbesetzt ist.

 

 

Bon Om Tuk – Wasserfest

Bon Om Tuk – Wasserfest

Boote mit bunten Teams trainieren heute vormittag für das Ruderrennen, das ab dem Nachmittag stattfinden wird. Wir befinden uns am “Moattonle”, am Flussufer von Phnom Penh.

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Die Boote sind übrigens denen ähnlich, die man auf den 800jährigen Gravuren der Angkor Tempel findet, sie sitzen tief im Wasser, bemannt mit 30-80 Personen. Sehen “sauschwer” aus. Naja, dementsprechend leicht scheinen sie aber auch zu kentern…

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Zurück nach Phnom Penh

Zurück nach Phnom Penh

Die Zeit in Srae Ambel ist doch schnell vergangen. Wir sind dankbar, dass alles so gut geklappt hat und wir bewahrt wurden. So geht es 3 Stunden zurück nach Phnom Penh. Man merkt an den zahlreichen Fabriken links und rechts der Straßen und den mit Arbeiterinnen vollgestopften Transportern, dass Phnom Penh nicht mehr allzuweit ist…

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Grausam abgerechnet

Grausam abgerechnet

Sonntags gehen wir oft in die International Christian Assembly (Internationale christliche Gemeinde) am Stadtrand von Phnom Penh. Sie haben einen Shuttleservice von der Stadt dort hinaus, den wir nutzen. Gerne verbinden wir das mit einem Frühstück im Café Brown gleich neben dem Treffpunkt, wenn wir es zeitlich vor Abfahrt schaffen.
Das war heute der Fall, hatten wir uns doch um 9h mit einem deutschen Bekannten zum Kennenlernen dort verabredet. Als wir dann eine Dreiviertelstunde später im Shuttlebus saßen und etliche Minuten auf Abfahrt warteten, wunderten wir uns über den Menschenauflauf an der Tankstelle, die gleich daneben ist. Plötzlich hieß es, dass dort ein bewaffneter Raubüberfall stattgefundet hatte, ein Mann sei wohl umgekommen. Ein sehr unangenehmes Gefühl stieg in uns hoch. Bislang hatten wir immer nur von Gewalttaten gehört, jetzt war es hautnah, nur vielleicht 50m entfernt passiert…
Erst einige Stunden später, als wir von unserem Kirchenbesuch zurück an den Treffpunkt gebracht wurden, erfuhren wir, was wirklich passiert war. Nun verstanden wir auch, warum immer noch so viele Menschen am Tatort standen und auch Plakate hochgehalten wurden: Ein regimekritischer Prominenter wurde ermordet. Hier der Nachrichtentext dazu (Deutsche Welle)
Es war geplant gewesen, denn die Stromzufuhr der Überwachungskameras wurde zum Tatzeitpunkt unterbunden, erzählt uns ein kambodschanischer Cafégast, der uns über das Geschehene aufklärt. Man hätte auch schon einen Täter festgenommen und zeigt uns auf seinem iPad ein Foto aus dem Internet. Aber, so meint er halblaut weiter, ob er das wirklich war…  als eine andere Ausländerin am Nebentisch anfängt Fragen zu stellen, will er nicht mehr Informationen weitergeben, es ist nicht gut so viel zu reden, eine gewisse Furcht scheint in ihm zu sein. Wir sollen selbst im Internet nachschauen und verweist auch auf “Global Witness” in Facebook.
Link zum Beitrag von globalwitness.org letzte Woche, der im Deutsche Welle-Bericht erwähnt wird (in Englisch)